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Mittwoch, 11. Juli 2012

Der Bermuda-Trick

Der Bermuda-Trick

Steuer-CD: Wie die neuen Daten in die Hände der Steuerfahnder kamen, ist noch unklar. Quelle: dpa
Steuer-CD: Wie die neuen Daten in die Hände der Steuerfahnder kamen, ist noch unklar. Quelle: dpa
Unterlagen zeigen, dass Credit Suisse ihren Kunden bei Mantellösungen Policen der Credit Suisse Life Bermuda Ltd. angeboten hat. Diese war laut Insidern in puncto Verwaltungskosten besonders günstig. Das Problem scheint nun aber, dass diese Policen nicht die Bedingungen erfüllen, um von den deutschen Behörden steuerlich anerkannt zu werden. Wer dann auch noch Schwarzgeld in diese Konstrukte eingezahlt hat, dem droht jetzt großer Ärger mit den Finanzbehörden.
Credit Suisse selbst erklärt, die fraglichen Bermuda-Produkte würden seit 2009 nicht mehr verkauft. Eben weil die Produkte möglicherweise zweckentfremdet würden, habe die Bank den Verkauf an deutsche Kunden eingestellt.
UBS, Credit Suisse und anderen Schweizer Banken
Einen richtigen Boom erlebte die Finanzbranche mit dem Verkauf von Mänteln in den Jahren 2004/05. Zum einen wollten viele Kunden noch von den günstigen alten Steuerregeln für Lebenspolicen profitieren. Zum anderen bekam die Mantel-Lösung einen Schub durch die EU-Zinsrichtlinie. Denn Versicherungspolicen sind von der EU-Zinsbesteuerung ausgenommen.
Da der Begriff "Versicherungsmantel" zunehmend in den Ruch der Steuerhinterziehung geriet, vermeiden ihn die Anbieter am liebsten. Trotz allem sehen Anbieter eine goldene Zukunft für solche Produkte. Denn über die im Abkommen vorgesehene pauschale Nachversteuerung von Schwarzgeldern finden ihre Eigentümer den Weg zurück in die Steuerlegalität.

Ist das Geld dann einmal steuerkonform, könnten die Versicherungslösungen helfen, legal Steuern zu sparen. Denn dank der Versicherungslösung sind die Erträge während der Laufzeit der Police von der Abgeltungsteuer befreit.

Versicherung statt Sparkonto: Ein einfacher Trick spart Steuern.

Neuer Steuerskandal in der Schweiz: Credit-Suisse-Kunden tappen in die Bermuda-Falle

Die Schweizer Großbank lockte Tausende Kunden mit einem Steuertrick. Über sogenannte Bermuda-Produkte schleusten vor allem deutsche Staatsbürger Milliarden am Fiskus vorbei. Wie das unmoralische Angebot funktionierte.
Versicherung statt Sparkonto: Ein einfacher Trick spart Steuern.
 
Versicherung statt Sparkonto: Ein einfacher Trick spart Steuern.
Düsseldorf, Zürich, BerlinOffiziell hatte die Credit Suisse den Skandal um Steuerhinterziehung in der Schweiz eigentlich schon längst abgehakt. Die Bank hat vor wenigen Monaten 150 Millionen Euro an das Land Nordrhein-Westfalen gezahlt. Im Gegenzug stellte die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ihre Verfahren gegen Mitarbeiter der Großbank wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung ein.
 
Seit heute ist aber klar: Ein neues Datenleck bei der Bank zeigt, dass die Credit Suisse auf ihren Konten nach wie vor massenhaft unversteuerte Vermögen hortet. Erneut gelangten die Daten in den Besitz deutscher Steuerbehörden - auf welchem Wege und womöglich gegen welche Geldzahlungen, ist noch unklar. Die zuständigen Behörden lehnten einen Kommentar ab.
 
Klar aber ist: Wieder geht es um hohe Summen. Nach Recherchen des Handelsblatts sind rund 7000 Kunden betroffen, die meisten von ihnen deutsche Steuerbürger. Ihr Geld steckt in sogenannten Bermuda-Produkten - Konten, die als Lebensversicherungen getarnt wurden und, anders als die meisten Kapitalanlagen, für ihre Laufzeit von mindestens zwölf Jahren steuerbefreit sind. Die ersten Bermuda-Produkte legte Credit Suisse 2005 auf, die unmoralischen Angebote gelten also mindestens bis zum Jahr 2017. In den Scheinversicherungen, die in Wirklichkeit nichts anderes als normale Anlagekonten sind, wurden mehrere Milliarden Euro vor dem Finanzamt versteckt.
 
Credit Suisse wälzt nun die Verantwortung für die Steuerhinterziehung auf die Kunden ab. Banksprecher Marc Dosch: "Der Kunde hat unterschrieben, dass er die Steuersituation selber klären muss."
Bundesweit gab es bereits zahlreiche Hausdurchsuchungen bei Credit-Suisse-Kunden, weitere sind beantragt. Fahnder berichteten dem Handelsblatt, der neue Datensatz ergebe bei der Suche nach unversteuerten Vermögen bisher eine Trefferquote von fast 100 Prozent. Im Schnitt gehe es um Anlagebeträge von rund 500.000 Euro, es gebe aber auch Einzelfälle von zwölf Millionen Euro und mehr.
Credit-Suisse-Sprecher Dosch wollte sich zur Zahl der betroffenen Kunden zwar nicht äußern, bestätigte aber die Brisanz der Lage: "Wir haben Kunden geraten, einen Steuerexperten beizuziehen, um ihre Steuersituationen zu überprüfen und gegebenenfalls eine Selbstanzeige vorzunehmen."
Die Bank selbst ist, wie ein Sprecher am Mittwoch betonte, nicht Gegenstand der Ermittlungen. Ohnehin geht Credit Suisse davon aus, dass alle Vorwürfe wegen Beihilfe zu Steuerhinterziehung in Deutschland seit der Einigung mit der Staatsanwaltschaft Düsseldorf vom Tisch sind. "Es gibt keine Untersuchung gegen die Bank und das ist auch nicht zu erwarten", sagte der Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters.

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Steuerhinterziehung: Razzia bei deutschen Kunden der Credit Suisse

Steuerhinterziehung: Razzia bei deutschen Kunden der Credit Suisse

exklusiv Die deutsch-schweizerischen Beziehungen stehen vor einer neuen Härteprobe. Nach einem Datenleck werden wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung Wohnungen von deutschen Kunden der Credit Suisse durchsucht.
    • Soziale Netzwerke dauerhaft einschalten
Logo der Credit Suisse in Zürich. Deutsche Kunden der Schweizer Bank sind erneut im Visier der Steuerfahnder. Quelle: Reuters
 
Logo der Credit Suisse in Zürich. Deutsche Kunden der Schweizer Bank sind erneut im Visier der Steuerfahnder. Quelle: Reuters
DüsseldorfNach Recherchen des Handelsblattes laufen derzeit bundesweit Hausdurchsuchungen von Steuerfahndern bei deutschen Kunden der Credit Suisse. Grund sind neue Erkenntnisse über Scheinversicherungen, sogenannte Bermuda-Produkte, mit denen Milliarden von Euro am deutschen Fiskus vorbeigeschleust wurden. Beteiligte berichten, bei der Credit Suisse herrsche nun der Ausnahmezustand. Banksprecher Marc Dosch sagte dem Handelsblatt: „Wir haben Kunden geraten, Steuerexperten beizuziehen, um Steuersituationen zu überprüfen und gegebenenfalls eine Selbstanzeige vorzunehmen.“
 

Börsenwert: Die größten europäischen Banken

  • Börsenwert: Die größten europäischen Banken
  • Börsenwert: Die größten europäischen Banken
  • Börsenwert: Die größten europäischen Banken
  • Börsenwert: Die größten europäischen Banken
Dosch machte zur Zahl der Kunden und der Höhe des betroffenen Anlagevolumens keine Angaben. Nach Informationen aus Bankkreisen sind es rund 7000 Kunden, die meisten davon Deutsche. Die Höhe der unversteuerten Gelder schätzen Beteiligte auf mehrere Milliarden Euro. Fahnder berichten, der neue Datensatz ergebe bei der Suche nach unversteuerten Vermögen eine Trefferquote von fast 100 Prozent. Im Schnitt gehe es um Anlagebeträge von rund 500.000 Euro, es gebe aber auch Einzelfälle von zwölf Millionen Euro und mehr.

Die Geschichte des Steuerstreits

  • Der Fall Zumwinkel
    14. 2. 2008: Ermittler der Bochumer Staatsanwaltschaft durchsuchen das Büro und die Privaträume von Post-Chef Klaus Zumwinkel. Vor Zumwinkels Villa warteten bereits zahlreiche TV-Kamerateams. Dem Spitzenmanager wurde vorgeworfen, rund eine Million an Steuergeld hinterzogen zu haben. Die Ermittlungen gegen Zumwinkel standen in Zusammenhang mit der Liechtensteiner Steueraffäre und mit Geldanlagen in einer speziellen Stiftung nach liechtensteinischem Recht über die LGT Bank. Da sich Zumwinkel kooperativ zeigte und vier Millionen Euro als Sicherheitsleistung hinterlegte, wurde ein gegen ihn bestehender Haftbefehl außer Vollzug gesetzt.
  • Mit der „Peitsche“ gegen die Schweiz
    27. 10. 2008: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück richtet in einer TV-Sendung massive Vorwürfe gegen die Schweiz. Um an die geschätzten 80 Milliarden Euro Schwarzgeld heranzukommen, die Deutsche auf Schweizer Bankkonten gebunkert haben sollen, werde Deutschland nun „die Peitsche einsetzen“, kündigte er an. Schon zuvor hatte Außenministerin Micheline Calmy-Rey den deutschen Botschafter einbestellt und ihm gesagt, sie sei „befremdet und vor allem enttäuscht über Steinbrücks Tonfall“. Die rechtskonservative SVP erklärte: „Heute will Herr Steinbrück wie 1934 den Geschäftsverkehr zur Schweiz belasten, was wird dieser Mann wohl in fünf Jahren tun?“
  • Steinbrück und die Kavallerie
    14. 3. 2009: Finanzminister Steinbrück fordert erneut die Alpenrepublik heraus. Er vergleicht die Schweizer mit Indianern und eine geplante schwarze Liste der OECD, die Steueroasen an den Pranger stellen soll, mit der Kavallerie : „Die kann man ausreiten lassen. Aber die muss man nicht unbedingt ausreiten lassen. Die Indianer müssen nur wissen, dass es sie gibt.“ Daraufhin wurde der deutsche Botschafter mehrmals ins Schweizer Außenministerium einbestellt.
  • NRW kauft Steuer-CD
    26. 2. 2010: Das nordrhein-westfälische Finanzministerium kauft für 2,5 Millionen Euro eine CD mit Datensätzen von 1400 mutmaßlichen Steuersündern. Die Auswertung der Daten führt auch zu Schweizer Banken.
  • Julius Bär kauft sich frei
    14. 4. 2011: Das Bankhaus Julius Bär zahlt 50 Millionen Euro an das Land Nordrhein-Westfalen, um sich aus einem Steuerverfahren freizukaufen. Es wurde gegen rund 100 Kunden ermittelt.
  • Erster Versuch eines Abkommens
    10. 8. 2011: Deutschland und die Schweiz paraphieren ein Abkommen über die Besteuerung der Gelder deutscher Kapitalflüchtlinge auf Schweizer Bankkonten. Das Abkommen muss noch von den Parlamenten beider Länder gebilligt werden. Es geht den von SPD und Grünen geführten Bundesländern aber nicht weit genug.
  • Credit Suisse kauft sich frei
    19. 9. 2011: Die Schweizer Großbank Credit Suisse einigt sich mit der Staatsanwaltschaft Düsseldorf. Gegen eine Zahlung von 150 Millionen Euro stellt die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen die Mitarbeiter der Bank wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung ein. Der deutsche Fiskus nahm durch die CD-Daten geschätzte 400 Millionen Euro ein.
  • NRW kauft noch eine CD
    14. 10. 2011: Mit einem Millionenbetrag kauft NRW noch eine CD. Auf ihr enthalten sind die Daten von 3000 mutmaßlichen Steuerhinterziehern. Der Kauf ist mit dem Bund abgestimmt.
  • Die Schweiz schlägt zurück
    31. 3. 2012: Es wird bekannt, dass die Schweizer Justiz Haftbefehle gegen drei nordrhein-westfälische Steuerfahnder wegen deren Ermittlungen gegen Steuerflüchtlinge erlassen hat. Die Finanzbeamten sollen 2010 am Ankauf einer CD mit Daten deutscher Bankkunden in der Schweiz beteiligt gewesen sein. Die Schweiz wirft ihnen „nachrichtliche Wirtschaftsspionage“ vor. Sie sollen über einen Mittelsmann Anfang 2010 einen Mitarbeiter der Credit Suisse zum Datendiebstahl angestiftet haben. Das belegten SMS auf dem Handy des Datendiebs. „Die Daten wurden den Fahndern angeboten“, sagte dagegen ein Kenner des Falls dem Handelsblatt.
  • Credit Suisse warnt Mitarbeiter
    April 2012: Credit Suisse gibt für Mitarbeiter eine Reisewarnung für Deutschland aus, weil ihnen eine Verhaftung drohen könnte.
Bei den Scheinversicherungen handelt es sich um Produkte der Credit Suisse Life mit Sitz auf Bermuda. Insider berichten, die Bank haben normale Konten als steuerfreie Versicherungen getarnt und so den Fiskus betrogen. Dosch hingegen betonte: „Der Kunde hat unterschrieben, dass er die Steuersituation selber klären muss.“ Er fügte allerdings hinzu, die entsprechenden Produkte würden deutschen Kunden nicht mehr offeriert.
Europäische Banken
Nach Informationen des Handelsblattes aus Bankenkreisen gelangten die verfänglichen Daten über ein Leck innerhalb der Bank an die deutschen Steuerfahnder. Welcher Bankmitarbeiter möglicherweise Daten kopierte und weitergab, steht nicht fest. Ebenfalls unklar ist, ob die deutschen Steuerbehörden für die Information etwas bezahlten. Die Koordination der Ermittlungen läuft über die Steuerfahndung Wuppertal. Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans wollte die Existenz dieses Falles weder bestätigen noch dementieren.
 

Dienstag, 10. Juli 2012

Älteste Bank der Welt: Monte Paschi wünscht Einstieg von Staatsfonds

Älteste Bank der Welt: Monte Paschi wünscht Einstieg von Staatsfonds

Die angeschlagene Banca Monte dei Paschi di Siena, drittgrößtes Geldhaus Italiens, rechnet eher mit der Beteiligung von Staatsfonds als von anderen Banken. Neue Investoren und eine Konzernreform sollen die Krise beenden.
Der Haupteingang der Traditionsbank Monte dei Paschi in Siena. Quelle: Reuters
 
Der Haupteingang der Traditionsbank Monte dei Paschi in Siena. Quelle: Reuters
 
MailandAuf der Suche nach neuen Investoren liebäugelt die italienische Banca Monte dei Paschi di Siena vor allem mit Staatsfonds. Deren Einstieg sei wahrscheinlicher als eine Beteiligung anderer Banken, sagte Bankchef Fabrizio Viola in einem am Freitag veröffentlichten Interview der Zeitung „Corriere della Sera“.
Das angeschlagene Institut sucht mit neuen Investoren und einem umfassenden Konzernumbau nach einem Ausweg aus der Krise. Viola sagte, den Einstieg einer anderen italienischen Bank halte er für ausgeschlossen. Eine Beteiligung eines ausländischen Instituts sei aber nicht im Interesse von Monte Paschi. Er könne sich eher vorstellen, dass Staatsfonds an einem Einstieg interessiert seien.
Europäische Banken

Die Regierung in Rom hatte der in Zahlungsschwierigkeiten steckenden ältesten Bank der Welt und dem gleichzeitig drittgrößten Geldhaus Italiens Ende Juni eine staatliche Geldspritze von bis zu zwei Milliarden Euro zugesagt. Zugleich startete das Institut die Restrukturierung und die Suche nach neuen Investoren.
Monte Paschi ist die erste Bank Italiens, die seit Ausbruch der Schuldenkrise Staatshilfe beantragt hat. Das Institut wurde von der Krise unter anderem deshalb stark in Mitleidenschaft gezogen, weil es auf einem Berg italienischer Staatsanleihen sitzt, die zuletzt deutlich an Wert verloren haben. Auch Problemkredite machen dem Geldhaus zu schaffen.
 
 

Sonntag, 8. Juli 2012

Libor: The Largest Insider Trading Scandal Ever

Libor: The Largest Insider Trading Scandal Ever



George Washington's picture




Among other things, the Libor scandal is the largest insider trading scandal of all time.
It also shows that the big banks are literally rotten to the core. And see this.
UC Berkeley economics professor and former Secretary of Labor – Robert Reich – explains today:
What’s the most basic service banks provide? Borrow money and lend it out. You put your savings in a bank to hold in trust, and the bank agrees to pay you interest on it. Or you borrow money from the bank and you agree to pay the bank interest.

How is this interest rate determined? We trust that the banking system is setting today’s rate based on its best guess about the future worth of the money. And we assume that guess is based, in turn, on the cumulative market predictions of countless lenders and borrowers all over the world about the future supply and demand for the dough.

But suppose our assumption is wrong. Suppose the bankers are manipulating the interest rate so they can place bets with the money you lend or repay them – bets that will pay off big for them because they have inside information on what the market is really predicting, which they’re not sharing with you.

That would be a mammoth violation of public trust. And it would amount to a rip-off of almost cosmic proportion – trillions of dollars that you and I and other average people would otherwise have received or saved on our lending and borrowing that have been going instead to the bankers. It would make the other abuses of trust we’ve witnessed look like child’s play by comparison.

Sad to say, there’s reason to believe this has been going on, or something very much like it. This is what the emerging scandal over “Libor” (short for “London interbank offered rate”) is all about.

***

This is insider trading on a gigantic scale. It makes the bankers winners and the rest of us – whose money they’ve used for to make their bets – losers and chumps.
The fact that the big banks have committed insider trading on their core function – setting rates based upon market demand for loans – is particularly damning given that traditional deposits and loans have become such a small part of their business. As we noted last week:
  • The big banks have slashed lending since they were bailed out by taxpayers … while smaller banks have increased lending. See this, this and this
And Libor isn’t the only way in which the banks trade on inside information. As
Robert D. Auerbach – an economist with the U.S. House of Representatives Financial Services Committee for eleven years, assisting with oversight of the Federal Reserve, and nowy Professor of Public Affairs at the Lyndon B. Johnson School of Public Affairs at the University of Texas at Austin – provided points out:
Billions of dollars can be made from inside information leaks from the Fed’s monetary policy operations. One necessary step to stop leaks is to severely limit inside information on future Fed policy to a few Fed employees.

This has not happened. Congress received information in 1997 that non-Federal Reserve employees attended Federal Reserve meetings where inside information was discussed. Banking Committee Chairman/Ranking Member Henry B. Gonzalez (D, Texas) and Congressmen Maurice Hinchey (D, New York) asked Fed Chairman Alan Greenspan about the apparent leak of discount rate information. Greenspan admitted that non-Fed people including “central bankers from Bulgaria, China, the Czech Republic, Hungary, Poland, Romania and Russia” had attended Federal Reserve meetings where the Fed’s future interest rate policy was discussed. Greenspan’s letter (4/25/1997) contained a 23-page enclosure listing hundreds of employees at the Board of Governors in Washington, D.C. and in the Federal Reserve Banks around the country who have access to at least some inside Fed policy information.
Senator Sanders also noted last October:
A new audit of the Federal Reserve released today detailed widespread conflicts of interest involving directors of its regional banks.

“The most powerful entity in the United States is riddled with conflicts of interest,” Sen. Bernie Sanders (I-Vt.) said after reviewing the Government Accountability Office report. The study required by a Sanders Amendment to last year’s Wall Street reform law examined Fed practices never before subjected to such independent, expert scrutiny.
The GAO detailed instance after instance of top executives of corporations and financial institutions using their influence as Federal Reserve directors to financially benefit their firms, and, in at least one instance, themselves. “Clearly it is unacceptable for so few people to wield so much unchecked power,” Sanders said. “Not only do they run the banks, they run the institutions that regulate the banks.”

***

The corporate affiliations of Fed directors from such banking and industry giants as General Electric, JP Morgan Chase, and Lehman Brothers pose “reputational risks” to the Federal Reserve System, the report said. Giving the banking industry the power to both elect and serve as Fed directors creates “an appearance of a conflict of interest,” the report added.
The 108-page report found that at least 18 specific current and former Fed board members were affiliated with banks and
companies that received emergency loans from the Federal Reserve during the financial crisis.

[T]here are no restrictions in Fed rules on directors communicating concerns about their respective banks to the staff of the Federal Reserve. It also said many directors own stock or work directly for banks that are supervised and regulated by the Federal Reserve. The rules, which the Fed has kept secret, let directors tied to banks participate in decisions involving how much interest to charge financial institutions and how much credit to provide healthy banks and institutions in “hazardous” condition. Even when situations arise that run afoul of Fed’s conflict rules and waivers are granted, the GAO said the waivers are kept hidden from the public.
Whether you want to call it crony capitalism, socialism or fascism, one thing is for sure … this ain’t capitalism.
Postscript: Reich says that the only solution is to break up the big banks and reinstate the laws which separate traditional banking from speculation.

Montag, 2. Juli 2012

Hans-Werner Sinn„Deutschland haftet für Südeuropas Banken“

Hans-Werner Sinn„Deutschland haftet für Südeuropas Banken“

exklusiv Nach dem Euro-Gipfel sind die Investoren erst einmal zufrieden. Aber zu welchem Preis? Deutschland werde immer tiefer in die Krise hineingezogen, warnt Ifo-Chef Hans-Werner Sinn


Der Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn. Quelle: dpa
Der Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn. Quelle: dpa
Die Euro-Rettung ist durch den Gipfel aus Sicht von Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn nicht vorangekommen – Deutschland werde aber zugleich immer stärker in die Krise hineingezogen. „Wall Street, die City of London und die Pariser Banken wurden gerettet. Wir stehen nun für die Rückzahlung der Schulden der südeuropäischen Banken ein“, sagte der Ökonom dem Handelsblatt (Montagausgabe).„Der deutsche Staat wird immer tiefer in die südeuropäische Krise hineingezogen, und die Investoren aus aller Welt, die sich verspekuliert haben, können sich noch in letzter Minute aus dem Strudel befreien“, sagte Sinn. Die Finanzmärkte seien nun beruhigt, ja geradezu euphorisch, weil ein Weg gefunden wurde, das deutsche Vermögen zu verbrauchen. „Die finanzielle Stabilität Deutschlands ist indes gefährdet“, warnte Sinn.

Reaktionen zum Gipfel „Das ist ein erneuter Dammbruch“

  • Reaktionen zum Gipfel: „Das ist ein erneuter Dammbruch“
  • Reaktionen zum Gipfel: „Das ist ein erneuter Dammbruch“
  • Reaktionen zum Gipfel: „Das ist ein erneuter Dammbruch“
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Auf Angela Merkel sei vom Ausland mehr Druck ausgeübt worden, als je zuvor ein deutscher Kanzler nach dem Krieg habe aushalten müssen. „Es wurde ein Kesseltreiben veranstaltet. Um an unser Geld zu kommen, hat man Deutschland imperiale Gelüste vorgeworfen und uns den Hass der Völker prophezeit“, sagte Sinn. Dem Druck habe Angela Merkel nicht mehr widerstehen können und sei eingenickt. „Jetzt können die Bürger, an deren Vermögen man will, nur noch auf das Verfassungsgericht hoffen.“ Der Fehler sei schon im Mai 2010 mit dem EFSF gemacht worden. „Deutschlands Empfänglichkeit für äußeren Druck war die Einladung, mit immer mehr Druck immer mehr Geld zu erpressen“, sagte der Wissenschaftler.


Sonntag, 1. Juli 2012

Libor-BetrugBritischen Top-Bankern droht Rücktrittswelle

Libor-BetrugBritischen Top-Bankern droht Rücktrittswelle

Der Skandal um Zinsmanipulationen erschüttert die britischen Banken. Den Top-Bankern geht es an den Kragen: Mit Marcus Agius, Chairman der Barclays Bank, könnte ein Schwergewicht schon heute zurücktreten.
Das Logo der Barclays Bank. Quelle: dapd
Das Logo der Barclays Bank. Quelle: dapd
LondonNotenbanker sind normalerweise für ihre vornehme Zurückhaltung bekannt. Aber Mervyn King, der Chef der Bank of England, nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, seiner Wut über die Finanzbranche Ausdruck zu verleihen: "Ich denke, dass inzwischen jeder verstanden hat, dass mit den Banken etwas sehr schiefgegangen ist, und wir dringend einen echten Kulturwandel brauchen."
Kings Unmut haben sich die Geldhäuser vor allem mit dem neuesten Skandal rund um die systematische Manipulation des weltweit wichtigsten Referenzzinssatzes am Kapitalmarkt zugezogen. Ein Skandal, der noch lange nicht ausgestanden ist. Analysten befürchten, dass sich die Branche am Ende mit milliardenschweren Schadensersatzforderungen konfrontiert sieht.
Rund um den Globus gehen die Regulierer dem Verdacht nach, dass ein Kartell internationaler Banken über Jahre hinweg den globalen Interbanken-Zinssatz Libor manipuliert haben soll. Der Libor beruht auf Berechnungen des britischen Bankenverbands BBA, der die Institute täglich befragt, zu welchem Zins sie sich untereinander Geld leihen. Der so fixierte Satz dient als Referenz für Finanzprodukte im Wert von mehr als 500 Billionen Dollar.
Die Regulierer werfen den Instituten vor, dass sie von 2005 bis 2009 absichtlich falsche Libor-Sätze gemeldet haben, um ihre Handelsgewinne in die Höhe zu treiben und die wahren Refinanzierungskosten zu verschleiern. In die Ermittlungen sind etwa 20 Banken verstrickt, neben Instituten wie der Schweizer UBS und der Royal Bank of Scotland auch die Deutsche Bank. 


Der Skandal hat nun ein erstes Nachspiel. Die Regierung lässt einen der Chefs seiner Skandalbanken vor einem Ausschuss des Parlaments auftreten, wie in der Nacht bekannt wurde. Unter anderem soll Barclays-Chef Bob Diamond in der kommenden Woche vor dem Komitee Rede und Antwort stehen, wie mehrere Medien am Wochenende übereinstimmend berichteten. Themen sollen neben dem sogenannten Liborzinssatz etwa mögliche strafrechtliche Sanktionen sein, hieß es.
Der Verwaltungsratschef der britischen Großbank Barclays, Marcus Agius, wird nach Informationen der britischen Rundfunkgesellschaft BBC am Montag seinen Rücktritt erklären. Dieser Schritt sei eine Konsequenz aus der Affäre um Manipulationen am Interbanken-Zinssatz Libor, mit dem die Zinssätze bei Krediten zwischen Banken geregelt werden, berichtete der BBC-Wirtschaftsexperte Robert Peston am Sonntag. Agius habe seine Entscheidung dem Barclays-Führungsgremium bereits mitgeteilt.